Paris 

Mit ein paar einfachen Handgriffen stelle ich das Navi ein, das sich im neuen Daily einfach an eine Halterung andocken lässt und so positioniert ist, dass man den Blick nicht von der Straße nehmen muss. Nicht, dass ich das alles langsam lerne?

Richtung Reims.

Ich habe vor, hier die Nacht zu verbringen und morgen die fantastische und berühmte Route du Champagne zu entdecken.

Obwohl diese Etappe eine der längsten ist, fühle ich mich bei der Ankunft ausgeruht, ein Verdienst des Tempomaten, mit dem man mühelos eine konstante Reisegeschwindigkeit halten kann, und der bequemen Sitze, die sich sogar auf das eigene Gewicht einstellen lassen (ich habe die Materie langsam im Griff!). Auch die im Vergleich zu den meisten anderen Fahrzeugen erhöhte Sitzposition empfinde ich als sehr angenehm.

Unterwegs treffe ich auf einen Bagger, der die Straße gerade von Zweigen befreit: Auch dieser Fahrer ist ein wahrer Held der Arbeit und gibt ein perfektes Motiv für ein Foto ab!

Nach der verdienten Nachtruhe bereiten wir uns auf unsere Tagestour durch die ländliche Umgebung von Reims vor und treffen prompt auf eine Gruppe von Landarbeitern, die mit dem Beschneiden von Weinstöcken beschäftigt sind.

Wir lassen uns von ihnen die attraktivsten Gegenden zum Filmen zeigen, machen Fotos von ihnen und zeigen ihnen unsere Dailys von innen.

Mir fällt auf, dass diese Art von Transporter hier weit verbreitet ist und im Weinbau eingesetzt wird. So sind unsere Dailys natürlich auch hier eine Attraktion.

Wir machen einen Versuch, zwei Champagner-Produzenten zu filmen, aber, sei es weil die Franzosen das Rezept offenbar lieber für sich behalten wollen, sei es weil sie von unseren Filmkameras eingeschüchtert sind, wir kriegen nichts Brauchbares vor die Linse... “desolé”.

Sei´s drum, wir fahren weiter Richtung Buc, wo wir übernachten wollen.

Buc liegt in der Nähe von Versailles und Trappes, wo auch eine IVECO Vertretung ist.

Als ich die Fahrzeuge nach einem Tankstopp wasche, bemerke ich einen Betonmischer, ein Iveco Trakker!

Ich fahre ihm hinterher, muss aber an einer roten Ampel halten und ihn wegfahren lassen. Ich gebe jedoch nicht auf, so weit kann er ja nicht gekommen sein.

Als zwei Zementsilos auftauchen, denke ich, so jetzt habe ich dich und fahre heran. Tatsächlich steht der Trakker da und sein Fahrer kommt auch schon grinsend auf mich zu, als ob er über uns Bescheid wüsste.

Nach einem kurzen Foto- und Video-Shooting und viel Händeschütteln fahre ich noch ein gelungenes Interview an Bord meines Dailys ein.

Als wir uns verabschieden, erspähe ich doch tatsächlich einen Parkplatz mit etwa 15 Iveco Fahrzeugen, unverschämtes Glück!

Wir fahren sofort hin.

Es handelt sich um einen obstverarbeitenden Betrieb, der einen Iveco Fuhrpark hat. Die Inhaberin begrüßt uns überschwänglich (und freut sich über die Mützen als Geschenk für ihre Enkel!) und zeigt uns den Kaufvertrag über einen neuen Iveco, den sie just an diesem Tag mit dem Iveco Händler abgeschlossen hat. Sie lädt uns ein, in der nächsten Nacht gegen 2 Uhr wiederzukommen und den Beschäftigten bei der Nachtarbeit zuzuschauen.

Eine Verabredung zu nachtschlafender Zeit, werde ich rechtzeitig aus den Federn kommen? Ich lade mein iPhone am USB-Anschluss im Daily auf (sehr praktisch für Vergessliche wie mich).

Als wie beim Händler eintreffen, holt ein Kunde gerade seinen fabrikneuen Iveco ab.

 

Anibal Aparicio zeigt uns den Betrieb mit allen Neu- und Gebrauchtfahrzeugen.

 

Die nachhaltigste Szene? Ein Iveco Abschleppwagen, der ein Konkurrenz-Fahrzeug mit Motorschaden in die Werkstatt bringt. Ein besseres Motiv hätte ich mir kaum wünschen können!

 

Um 2 nachts fahren wir zu unserer Verabredung. Pierre, der Sohn der Inhaberin, teilt uns mit, dass wir leider nur Außenaufnahmen machen dürfen, um die Arbeiter nicht abzulenken.

 

Dafür haben wir volles Verständnis, einen wahren Held der Arbeit darf man doch nicht von seiner Mission ablenken!

 

Schlafen will jetzt aber keiner mehr und so beschließen wir, nach Paris weiterzufahren. Den Reiz, den die Stadt mit dem Triumphbogen und dem Eiffelturm bei Nacht auf uns ausübt, kann man nicht in Worte fassen!

Ich schaffe es, ein Foto zu machen, das ich so geschickt arrangiere, dass es so aussieht, als ob der Daily den Eiffelturm im Schlepptau hätte!

 

Merci, Paris. Jetzt ist es aber Zeit, nach Amsterdam weiterzufahren.